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22 | 07 | 2019
LINKE für "Ampel gegen Kalorienbomben" PDF Druckbutton anzeigen?
Um ungesunder Ernährung einen Riegel vorzuschieben, hat die Linksfraktion im brandenburgischen Landtag eine Kennzeichnung von Lebensmitteln mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün verlangt. Wenn weit mehr als 60 Prozent der Männer und mehr als 50 Prozent der Frauen im Land Übergewicht hätten, sei das ein Alarmzeichen, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion, Renate Adolph, am Dienstag in Potsdam. Die Ampel könnte den Bürgern den schnellen Vergleich von Produkten und eine bessere Orientierung ermöglichen. Adolph forderte Verbraucherminister Dietmar Woidke (SPD) auf, sich verstärkt gemeinsam mit seinen Amtskollegen für eine europaweit einheitliche verbindliche Ampelkennzeichnung einzusetzen. Fett- oder zuckerreiche "Kalorienbomben" müssten beim Einkaufen auf den ersten Blick zu erkennen sein: Grün für gesund und kalorienarm, gelb für teilweise gesund, rot für ungesund. Das einfache Ampelsystem gebe für die wesentlichen Nährstoffe Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz klare Empfehlungen. In Großbritannien würden damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Die Linkspolitikerin warf Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) vor, die Ampelkennzeichnung unter "massivem Druck der Lebensmittelindustrie" zu verschleppen. Schließlich befürchteten die Hersteller von Schokolade, Cornflakes, Pommes und Limonade Milliardenverluste. Gesundheitliche Folgen erschienen dabei zweitrangig. Studien zufolge habe die Bevölkerung nur unzureichende Kenntnisse über Ernährung. Die Landesregierung müsse sich für mehr Aufklärung über gesunde Ernährung in den Schulen sorgen. Zudem sei ein gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen notwendig, das sich alle Eltern leisten können.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 08:18 Uhr