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22 | 07 | 2019
Service-Stationen für Versorgung auf dem Land PDF Druckbutton anzeigen?
Den Erhalt einer hohen Lebensqualität in dünn besiedelten ländlichen Gebieten will das Land Brandenburg mit dem Aufbau von Servicestationen sichern. Denn mit sinkender Bevölkerungszahl nehme auch das Dienstleistungsangebot ab. Mit der Einrichtung von Servicestationen könnten Angebote für Versorgung, Transport sowie Kommunikation und Freizeit unter einem Dach geboten werden, erläuterte Projektentwicklerin Silke Schmidtmann von der Technischen Universität Berlin am Mittwoch in Potsdam. "Die Einrichtungen können lebendige Mittelpunkte in Orten mit 500, aber auch mit 5000 Einwohnern sein." Die Stationen sollten öffentliche und auch private Angebote vor Ort bündeln. Neben der Organisation von Fahrten oder ärztlichen Sprechstunden sei auch die Versorgung mit Lebensmitteln denkbar. Die Einrichtungen könnten auch als Bibliotheken fungieren. Zudem sollte die Nutzung des Internets möglich sein. Nach einer erfolgreichen Erprobungsphase habe sich das Land zur Umsetzung der Idee von Servicestationen entschlossen. Auf lange Sicht werde an eine einheitliche Marke für die Offerten gedacht. Der Aufbau der Stützpunkte wird laut Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze finanziell gefördert. Es sei eine Unterstützung von 45 Prozent der Investition möglich. Je nach Mix der Förderprogramme könnten es auch bis zu 75 Prozent sein. Dies gelte sowohl für private als auch für öffentliche Antragsteller.