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19 | 05 | 2019
Wahlkampf geht neue Wege PDF Druckbutton anzeigen?
Brandenburger Wähler können in diesem Jahr erstmals die Kandidaten für die Landtagswahl im Online-Portal abgeordnetenwatch.de befragen. Die mehr als 200 Direktkandidaten für die Landtagswahl in Brandenburg am 27. September können ab sofort von Wählern in einem Internetportal befragt werden. Wer erfahren möchte, was die Bewerber in der Mark bewegen wollen, kann seinen Wissensdurst unter der Adresse www.abgeordnetenwatch. de stillen. Auf der Plattform, die bereits in anderen Bundesländern gestartet wurde, sollen die Kandidaten Rede und Antwort stehen, wie Gregor Hackmack von dem zuständigen Hamburger Verein gestern in Potsdam sagte. Dadurch könne Politik transparenter und bürgernäher werden. Hackmack zufolge werden alle Fragen und Antworten über einen längeren Zeitraum gespeichert, wenn möglich auch nach der Wahl. "So kann man Politiker mit ihren Wahlversprechen konfrontieren." Die Vizepräsidentin des Landtages, Gerlinde Stobrawa, ist Schirmherrin des Projektes. "Politiker stehen nun mal in der Öffentlichkeit und haben sich deshalb allen Fragen zu stellen", erklärte sie. Das Portal widmet sich aber nicht nur den Kandidaten für die Landtags-, sondern auch den Bundestagsabgeordneten, die bereits im Parlament sitzen. Hackmack zufolge liegt die Antwortquote der Brandenburger bei 79 Prozent - in Thüringen sind es rund 86 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei knapp 84 Prozent. Die Fragen der Wähler werden ebenso veröffentlicht wie die Antworten der Politiker. Nicht veröffentlicht werden Fragen zum Privatleben, Beleidigungen, Massenmails und Fragen unter falschem Namen. Mit monatlich mehr als 300 000 Besuchern und drei Millionen Seitenaufrufen ist die 2004 gegründete Plattform nach Angaben des Vereins das größte politische Dialogportal in Deutschland.