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19 | 05 | 2019
Ministerium erklärt Kompromiss im Nationalpark für gescheitert PDF Druckbutton anzeigen?
Das Umweltministerium hat gestern den Förderverein für den Nationalpark "Unteres Odertal" für das Scheitern der Verhandlungen über eine Flurneuordnung verantwortlich gemacht. "Wir haben weitgehende Vorschläge über die Aufteilung von Flächen in den Schutzzonen 1 und 2 gemacht. Das ging bis dahin, dass wir dem Verein zugesichert haben, 50 Prozent seiner Flächen außerhalb der Wildnisgebiete anzusiedeln", erklärte der Abteilungsleiter Naturschutz, Axel Steffen, in Criewen (Uckermark). Der Verein habe das jedoch abgelehnt. Auch das Angebot des Landes, die Abgaben an Wasser- und Bodenverbände für Flächen in den Wildnisgebieten zu erstatten, hätten den Verein nicht umgestimmt. Hintergrund des Streits ist, dass der Verein auf Flächen in Wildnisgebieten keine Pachteinnahmen erzielen kann. In der Schutzzone 2 hingegen können Flächen weiter an Landwirte verpachtet werden. Der Verein hatte zuvor behauptet, das Land wolle ihn ausschließlich in Wildnisgebiete einweisen. Diese Aussage wies Steffen als falsch zurück. Das Land fühle sich nach dem Scheitern der Verhandlungen jedoch nicht mehr an den Kompromissvorschlag gebunden. Es könne durchaus passieren, dass der Verein daher künftig wesentlich weniger verpachtbare Flächen in der Schutzzone 2 haben werde. "Der Verein kann das Flurneuordnungsverfahren, in dessen Rahmen die Flächen aufgeteilt werden, sicher mit einer Flut von Klagen bremsen. Zum Scheitern bringen kann er es jedoch nicht", betonte Abteilungsleiter Steffen.