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22 | 07 | 2019
LINKE beklagt Dellmanns Fehlen beim S-Bahn-Gespräch PDF Druckbutton anzeigen?
DIE LINKE im brandenburgischen Landtag hat Brandenburgs Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) mangelnden Einsatz gegen die Krise bei der Berliner S-Bahn vorgeworfen. Nachdem das Eisenbahnbundesamt wegen Rissen in Radscheiben und Schlampereien bei der Wartung drei Viertel des Wagenparks stillgelegt hatte, fährt die S-Bahn nur noch mit einem Notfahrplan. Der Minister müsse „seine Haltung korrigieren und sich offensiv für die Lösung der Beförderungsprobleme bei der S-Bahn einsetzen“, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN, Anita Tack. Sie forderte Dellmann auf, mit seiner Berliner Kollegin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) „die nächsten Schritte zur Überwindung des Beförderungsnotstandes zu gehen“. Tack bemängelte, dass Dellmann dem gestrigen Krisengipfel bei Junge-Reyer (SPD) fern blieb und so „demonstriert, dass es allein Berliner Angelegenheit sei“. Auch die Landesvorsitzende der Grünen in Brandenburg, Ska Keller, kritisierte das Fernbleiben des Ministers. „Die Landesregierung muss mithelfen, Vertrauen in den Schienenpersonennahverkehr wieder herzustellen und Fahrgäste zurückzugewinnen“, sagte Keller. Dellmann selbst versicherte, „in ständigem Kontakt mit dem Bahnvorstand und der S-Bahn-Geschäftsführung“ zu sein. Der zusätzliche Verkehr mit Regionalzügen von Potsdam nach Berlin „funktioniert und auch auf den anderen betroffenen Brandenburger Linien gibt es Ersatzangebote“, so der Minister. Weitere Anstrengungen verlangte er bei der Fahrgastinformation. Dellmann bekräftigte, „nur Leistungen zu bezahlen, die erbracht werden“. Das Land kürzt wegen ausfallender oder verspäteter Züge auch im Regionalverkehr vereinbarte Zahlungen jährlich um einen einstelligen Millionenbetrag