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19 | 05 | 2019
Schönbohm: Feindbilder sind passé PDF Druckbutton anzeigen?

Ostdeutsche fühlen sich nach wie vor verletzt, wenn Westdeutsche sie auf Teile ihrer Vergangenheit ansprechen. Das erklärte Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) in einem Interview der Märkischen Oderzeitung.

Er habe jedoch nie den Ostdeutschen ihre Biografie nehmen, sondern nur Diskussionen anstoßen wollen, so der 71-Jährige, der im Herbst aus der Politik ausscheiden wird. So sei es nach wie vor für ihn unverständlich, dass so viele Straßen nach Kommunisten benannt sind. Dass er solche Fragen aufwarf, habe immer sofort bestimmte Reflexe ausgelöst. "Ich glaube, man hat mich auch gebraucht, um sich an mir zu reiben. Dazu habe ich mich als ehemaliger General vorzüglich geeignet", sagte Schönbohm. Nun sei jedoch die Zeit vorbei, in der man Feindbilder in Brandenburg benötige.