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19 | 05 | 2019
Trotz guter Juli-Zahlen Arbeitsmarkt vor Krise PDF Druckbutton anzeigen?

Trotz guter Juli-Zahlen steht der deutsche Arbeitsmarkt vor einer der schwersten Belastungsproben seit Jahren. Sollte sich die Wirtschaft nicht rasch erholen, befürchtet Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise für 2010 "ein hartes Jahr".

Schon im Herbst müsse mit steigenden Erwerbslosenzahlen gerechnet werden, wenn viele Unternehmen wegen Auftragsflauten um Entlassungen nicht mehr herumkämen, sagte der Behördenchef am Donnerstag in Nürnberg. Bankenvolkswirte befürchten, dass eine Jobkrise auch mit einem Ende der Talfahrt nicht zu verhindern sei. Die Krise wirke sich auf dem Arbeitsmarkt verzögert aus. Im Juli hatte der massive Einsatz von Kurzarbeit weiterhin Massenentlassungen verhindert. Nach Angaben der Bundesagentur stieg in dem Monat die Zahl der Arbeitslosen zur Überraschung von Experten lediglich um 52 000 auf 3 462 000. Sie hatten mit einem doppelt so starken Anstieg gerechnet. Dennoch lag die Juli-Zunahme doppelt so hoch wie im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Noch vor einem Jahr waren 252 000 weniger Männer und Frauen arbeitslos, berichtete die Bundesagentur. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 8,2 Prozent zu. Im Vorjahr hatte sie noch bei 7,7 Prozent gelegen.