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17 | 08 | 2019
Keine Verherrlichung des Soldatentums PDF Druckbutton anzeigen?
„Mit der Tapferkeitsmedaille geht die Bundesregierung in die nächste Runde und verstärkt ihre Bemühungen zur breiten 
gesellschaftlichen Sinnstiftung für das Soldatentum“, erklärt Paul Schäfer, der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion
DIE LINKE, anlässlich der Überreichung der ersten deutschen
Ehrenkreuze der Bundeswehr für Tapferkeit durch Kanzlerin 
Merkel und Verteidigungsminister Jung. Schäfer weiter: „Mit dem Ehrenmal für gestorbene Soldatinnen und Soldaten der
Bundeswehr und der Tapferkeitsmedaille begibt sich die Bundesregierung unter Führung des Verteidigungsministers auf einen
gefährlichen Holzweg. Längst überkommen geglaubte militaristische Rituale zur Glorifizierung und Verherrlichung des
Soldatentums werden reaktiviert, um das politische Versagen der Bundesregierung zu überdecken: es fehlt an breiter
gesellschaftlicher Unterstützung für die Kampfeinsätze in Afghanistan, es fehlt an der Bereitschaft des Verteidigungsministerium
konkret und materiell für die Soldatinnen und Soldaten Politik zu machen. Stattdessen wird nun das Kriegshandwerk in die
Gesellschaft geholt. DIE LINKE hält diese Propaganda für falsch und als Teil der von der Regierung gewollten Entwicklung der
Bundeswehr hin zu einer Interventionsarmee und bleibt deswegen der Veranstaltung fern.“