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25 | 08 | 2019
Linke blockieren Vattenfall-Büro PDF Druckbutton anzeigen?
Ein in Schutzanzüge gehülltes Team um den Landtagsabgeordneten Peer Jürgens (Die Linke) hat am Dienstag vor dem Vattenfall-Informationszentrum in Beeskow (Oder-Spree) gegen die geplante Speicherung von Kohlendioxid (CO 2 ) protestiert. Jürgens war mit seinem Infomobil vorgefahren und hatte über ein Megafon die Beeskower aufgerufen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen bzw. in die Häuser zu gehen. "Giftgasalarm" hallte es mehrfach über den Marktplatz. Seine acht Mitstreiter blockierten indes mit Pappkartons das Vattenfall-Büro und verteilten Handzettel an die Passanten. Viele blieben für einige Augenblicke stehen, gingen dann aber wieder ihrer Wege. Mit der Aktion wolle er auf die Risiken der unterirdischen Speicherung von CO 2 hinweisen, so Jürgens. So sei die Langzeitsicherheit der Lagerung wissenschaftlich noch völlig ungeklärt. Zudem werde der Wirkungsgrad der Kohle geringer und die Gebiete, in den Kohlendioxid gelagert wird, seien nicht mehr für die Nutzung von Erdwärme geeignet. Zwei Vattenfall-Mitarbeiter, die in dem Büro tätig waren, kamen durch einen Nebeneingang aus dem Gebäude, diskutierten mit Jürgens und Passanten. "Wir wollen mit den Menschen hier über das Projekt ins Gespräch kommen. Eigentlich in unserem Büro, aber es geht auch davor", so Mareike Huster. Sie betonte noch einmal, dass Vattenfall derzeit einen Antrag gestellt habe, die geologischen Strukturen der Region daraufhin zu untersuchen, ob sie für die CO 2 -Einlagerung geeignet seien. Es gebe noch keinen Beschluss zur Einlagerung. Einwände gab es von Passanten gegen die Form des Protestes. Es sei unseriös, Kohlendioxid, das in der Luft vorkomme, als Giftgas zu bezeichnen, war von vielen Seiten zu hören.