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19 | 08 | 2019
Neuer Anlauf zur Forstreform PDF Druckbutton anzeigen?

Das Landwirtschaftsministerium startet mit dem dritten Anlauf zu einer Forstreform in dieser Legislaturperiode. Die Umwandlung der Forstverwaltung in einen Landesbetrieb soll Einsparungen von 40 Millionen Euro ermöglichen. Die Betroffenen sind skeptisch.

Vor einem Jahr schien die Zukunft der brandenburgischen Forstverwaltung klar zu sein. Finanzminister Rainer Speer hatte seinen Kollegen vom Landwirtschaftsressort, Dietmar Woidke (beide SPD), per Kabinettsbeschluss dazu verpflichtet, 1100 Arbeitsplätze von 2600 im Forstbereich bis 2015 einzusparen. Bis dahin sollten die jährlich 40 Millionen Euro Landeszuweisungen auf Null reduziert werden. Woidkes Versuche, diese Vorgaben umzusetzen, wurden im Frühsommer vergangenen Jahres von heftigen Protesten der Gewerkschaften gestoppt. "Kein Wunder, wenn man die andere Seite nicht einbezieht", heißt es dazu heute aus der SPD-Fraktion. Eine Arbeitsgruppe wurde eingesetzt. Nun soll eine neuer Anlauf genommen werden. Dieses Mal lautet die Rechtsform Landesbetrieb. Auch dieser hätte größere wirtschaftliche Unabhängigkeit als die jetzige Forstverwaltung. Die Vorgabe, die Mitarbeiterschaft auf 1500 zu reduzieren, bleibt. Die Auflösung der Oberförstereien ist vom Tisch.