Startseite Aus meinem Tagebuch 7./8. Oktober 09 Kreistag, keine Zeit zur Geburtstagsfeier, Presse und bei der SPD zu Besuch
22 | 09 | 2018
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Gestern hatten wir Kreistag. das erste mal trafen wir uns in Bernau im Meyer-Wittwer-Bau in Waldfrieden. Für mich war es ein eigenartiges Gefühl, nach 19 Jahren an dem Ort zu sein, an dem mein Leben in der DDR aufhörte, denn hier studierte ich bis Februar 1990 und legte mein Diplom ab. Aber mir blieb nicht viel Zeit in Erinnerungen zu schwelgen, denn wir hatten gut zu tun. Und mit der Wahl des 1. Beigeordneten

hatte dieser Kreistag wohl auch etwas besonderes. Erwartungsgemäß hatte Landrat Ihrke den bisherigen Beigeordneten vorgeschlagen und zuvor begründet, warum alle anderen Bewerber außen vor blieben. Und auch erwartungsgemäß wurde Carsten Bockhardt mit einer 2 Stimmen Mehrheit wieder gewählt. Man sah ihm die Erleichterung an. 

 

 

Immer am Protokoll unsere Bürofrauen, Frau Wolter und Hoffmann.

Der Kreistag war bereits 20.30 Uhr zu Ende, so dass wir die so gewonnene Zeit nutzten, um uns in einer lauen Sommernacht zu einigen Aufgaben der Zukunft zu verständigen.

Mein Kollege, Ralf Christoffers, hat am 8.10. Geburtstag, aber außer für einen kurzen Glückwunsch blieb keine Zeit zum feiern. Am Vormittag informierten wir bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Bernau über unsere Sicht auf die Wahlergebnisse und den Stand des Bürgermeisterwahlkampfes in Bernau. Dabei war der Kandidat, Lutz Kupitz, natürlich am meisten gefordert.

 
 
Anschließend fuhr ich ins Büro nach Eberswalde um Post, Anrufe und einige Aufgaben zu erledigen.
Danach besuchte ich eine Diskussionsrunde im Museum "Alte Apotheke" in Eberswalde zur Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes
Barnim, an der verschiedene Akteure zivilgesellschaftlichen Engagements und Vertreter verschiedener Vereine teilnahmen.

Am Abend fuhr ich zurück nach Bernau, um eine öffentliche Mitgliederversammlung der SPD, die sich mit der Frage beschäftigte, mit wem die Landespartei koalieren soll. Es gab zahlreiche Dafür und Dagegen, heftige emotionale Redebeiträge und sachliche Erwägungen. Ich stellte fest, dass die Diskussionen von ihrer Bandbreite nicht anders verlaufen, als in den Reihen der LINKEN.
 
Wenn man allerdings bedenkt, dass 39,37 % aller Wahlberechtigten SPD oder LINKE wählten und 34,55 % SPD und CDU,
(mit der Zweitstimme) gibt es wohl eine politische Verantwortung, der sich zu stellen ist.
Interessant war für mich, dass niemand darüber sprach, dass sich 32,9 % der Bevölkerung den Wahlen verweigert haben.
Aber darüber müssen wir reden.
 
 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. Oktober 2009 um 08:15 Uhr