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19 | 08 | 2019
Der 1.Mai 2008 "Tag der Arbeit" PDF Druckbutton anzeigen?

Wie immer war ich um 10 Uhr in Eberswalde und anschließend fuhr ich nach Bernau. Und wie immer war Lutz Kupitz, unserer Kreisvorsitzender dabei. Und wie immer stellten wir fest: es waren in Bernau mehr Leute dabei als in Eberswalde. Ich glaube, wir hängen mit der Gestaltung dieses Tages alten, sich überlebten Traditionen nach....

In Eberswalde gibt es den Demonstrationszug mit dem Eberswalder Spielmannszug an der Spitze und Jahr für Jahr weniger Mitdemonstranten. Wie immer gibt es dann die Rede von Olaf Himmel, die wie immer mit der konkreten Situation vor Ort wenig zu tun hat, sondern eher das Große und Allgemeine anprangert und wie immer werden die, die diesen Tag mitgestalten weder begrüßt noch ihnen gedankt. Was wäre eigentlich, wenn die zwei Bürgerbündnisse für Frieden und ein demokratisches Eberswalde und DIE LINKEN diese Ignoranz satt hätten? Um wieviel kleiner wäre die ohnehin nicht mal mehr die Hälfte des Marktplatzes erfassende Fläche? Aber das ist nicht das Hauptproblem- hierzu müssen sich alle Aktiven einfach mal langfristig überlegen, wie man Form und Gestaltung "modernisieren" kann. Eine wichtigere Frage ist, warum beteiligen sich so wenige Einwohnerinnen und Einwohner von Eberswalde an diesem, ja durchaus symbolträchtigen "Tag der Arbeit"? Braucht man in Eberswalde für Arbeit und gerechtere Entlohnung gar nicht mehr kämpfen? Ist Arbeitslosigkeit hier kein Problem mehr? Die offiziellen Zahlen sprechen eine andere Sprache. Bleibt die Frage, warum ist die Erfahrung "Um uns selber müssen wir uns selber kümmern" auf der Strecke geblieben? Ist es verlorener Kampfesmut oder ein sich "mit dem Schicksal abfinden"? Ich weiß es nicht. Es macht mich nur traurig zu sehen, wie wenige, den Mut zum öffentlichen gewaltfreien Kampf noch haben. In Bernau bot sich uns ein Bild eines politischen Volksfestes. Der Hof beim Treff 23 eignet sich tatsächlich super für solche Ereignisse. ver.di, LINKE und SPD bekannten sich nebeneinander zu den gemeinsamen Zielen "Von seiner Arbeit Lohn muss man auch leben können".

Aber das viele "kämpfen" kann auch ermüden, wie hier Elke Keil vom Ortsverband der SPD Bernau.

Aber es war eine gelöste Stimmung mit ständig wechselnden Besuchern. Anziehungspunkte waren sicher nicht zu letzt die tollen künstlerischen Angebote, wie zum Beispiel eine Bill Healey- Cover Band, von der Jung und Alt den Rhythmus aufnahmen.

Einen feinen Tropfen gab es wie immer bei Cuba sí

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Mai 2008 um 15:31 Uhr