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19 | 08 | 2019
Schwan kandidiert gegen Köhler PDF Druckbutton anzeigen?
Die Präsidentin der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder), Gesine Schwan, wird Medienberichten zufolge von der SPD für das Amt der Bundespräsidentin nominiert. Der stellvertretende SPD-Bundestags-Fraktionschef Ludwig Stiegler sagte am Sonntag dem Bayerischen Fernsehen, Schwan werde am Montag offiziell aufgestellt. Die "Berliner Zeitung" (Montag) zitiert ein Mitglied der SPD-Spitze mit der Aussage, in der Sitzung des Parteivorstands sei mit keiner Gegenstimme zu rechnen. Schwan war dem jetzigen Bundespräsidenten Horst Köhler 2004 bei der Wahl unterlegen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte sich in einem Interview für eine Kandidatur der 65-Jährigen ausgesprochen. Der "Bild" (Montag) sagte er, eine erneute Nominierung Schwans durch die SPD wäre "eine Ehre für Brandenburg". Der SPD-Politiker lobte Schwans guten Ruf als Wissenschaftlerin und als Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit. Auch der Chef der Partei Die Linke, Oskar Lafontaine, zeigte Sympathien für Schwan. Er sagte am Sonntag am Rande des Linken-Parteitags in Cottbus, die Universitäts-Präsidentin sei bereits durch intellektuell sehr anspruchsvolle Äußerungen aufgefallen. Der frühere SPD-Vorsitzende fügte hinzu, seine Partei werde sich zunächst nicht festlegen. Die erwartete Nominierung Schwans als Gegenkandidatin zu Bundespräsident Köhler hat das Klima in der großen Koalition im Bund stark belastet.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. Juni 2008 um 12:54 Uhr