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16 | 07 | 2019
Linkspartei fordert besserer Schwimmunterricht PDF Druckbutton anzeigen?
Die brandenburgische Linkspolitikerin Kerstin Meier hat bessere Bedingungen für den Schwimmunterricht an Schulen gefordert. Das berichtet unter anderem die Lausitzer Rundschau. Der Schwimmunterricht müsse fester Bestandteil der Bildung werden, sagte Meier. Das Land stehe auch in der Verantwortung, die Kommunen beim zumeist defizitären Betrieb von Schwimmbädern zu unterstützen. Nach Regierungsangaben aus den Jahren 2005/06 könnten rund zehn Prozent der Viertklässler nicht schwimmen. Dazu verlangte die Landtagsabgeordnete neue Zahlen. Zur Lösung des Problems regte sie einen Runden Tisch an. Das Bildungsministerium wies die Darstellung als „unnötige Dramatisierung auf nicht nachvollziehbarer Datengrundlage“ zurück und verwies auf eine neue Statistik. An dem Runden Tisch zum Thema Schwimmunterricht sollten nach Meiers Vorstellungen Schulträger, Politiker, der Sportlehrerverband und das Aktionsbündnis Schulsport, eine Arbeitsgruppe des Landessportbundes, teilnehmen. In den Grundschulen hätten rund 50 Prozent der Sportlehrer keine Fachausbildung, kritisierte die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag. Außerdem fehlten konkrete Anforderungen für den Schwimmunterricht, die Schwimmtechnik sowie eine Regelung zur Vergabe von Leistungsabzeichen in der Schule. Die Abgeordnete sprach von einer „verzettelten Situation“. Während Kommunen Mühe hätten, ihre Schwimmbäder zu unterhalten, seien rund zehn Millionen Euro an Subventionen in den Freizeitpark Tropical Islands geflossen.