Startseite
16 | 07 | 2019
In Brandenburg kein ausreichendes Hilfsnetz für Obdachlose PDF Druckbutton anzeigen?
Nach dem Kälteeinbruch in den vergangenen Tagen schlägt das Diakonische Werk Alarm und fordert im Land Brandenburg mehr Hilfe und Beratung für Obdachlose. "In Brandenburg gibt es kein einheitliches abgestimmtes verbindliches Hilfesystem für Obdachlose", heißt es in einer Mitteilung der Diakonie Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz am Montag in Potsdam. Es gebe zwar keine offiziellen Zahlen im Land, die Diakonie gehe von aktuell mindestens 7000 wohnungslosen Menschen aus. Hinzu kämen Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht seien oder in unzumutbaren sowie gekündigten Wohnverhältnissen lebten. Es gebe nur in mittleren und größeren Städten vereinzelt Hilfe und entsprechende Einrichtungen, hieß es in der Mitteilung. Vorbeugende Hilfen seien völlig unzureichend. Die Dienste der Diakonie würden derzeit beobachten, dass die Zahl an Wohnungslosen unter 25 Jahren erschreckend hoch sei. Obwohl ein Anspruch bestehe, würden die meisten Menschen in Wohnungsnot nicht die im Sozialgesetzbuch vorgesehenen Leistungen an Beratung, Unterstützung und Begleitung erhalten, wird Susanne Kahl- Passoth, Direktorin des Diakonischen Werkes, zitiert. Gefordert werde ein Netz an niedrigschwelligen ambulanten Beratungsangeboten und Anlaufstellen für Wohnungslose und auch spezielle Angebote für die unter 25-Jährigen, insbesondere um ihnen die Wohnung zu sichern.