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16 | 07 | 2019
Bürgerinitiativen kritisieren SPD PDF Druckbutton anzeigen?
Heftige Kritik musste sich gestern Abend die Bundes-SPD wegen ihres zögerlichen Vorgehens für eine zivile Nutzung des so genannten Bombodrom bei Wittstock während der Verleihung des Regine-Hildebrandt-Preis anhören. Im Berliner Willy-Brandt-Haus übergab der SPD-Vizevorsitzende und Finanzminister Peer Steinbrück den Preis an Vertreter der Bürgerinitiative „Freie Heide“ aus Brandenburg und die Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel“ aus Mecklenburg-Vorpommern. Daneben wurde die Tschernobyl-Hilfe Stralsund geehrt. Der Preis ist mit insgesamt 20 000 Euro dotiert und wurde nun vom SPD-Bundesvorstand zum siebten Mal am Todestag der einstigen brandenburgischen Politikerin für besonderes Bürgerengagement in Ostdeutschland verliehen. „Wir verstehen den Preis als ein Signal aus der SPD an die SPD“, erklärte „Freie Heide“-Sprecher Benedikt Schirge. Die Partei habe mit ihrem Hamburger Parteitagsbeschluss vom vergangenen Jahr die Grundlage für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock gelegt. „Das erwarten wir auch von der SPD-Fraktion im Bundestag“, so Schirge. Dort findet sich wie berichtet trotz des klaren Parteitagsbeschlusses keine Mehrheit gegen die Pläne der Bundeswehr.