Startseite In der Presse 18.01.2017 Diskussion um Rheinsberger Radwege
21 | 10 | 2017
18.01.2017 Diskussion um Rheinsberger Radwege PDF Druckbutton anzeigen?

Märkische Zeitung: Touristiker und Politiker sehen die Stadt und den Landkreis Ostprignitz-Ruppin in der Pflicht

Rheinsberg (jr) Die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann und die Landtagsabgeordnete Margitta Mächtig (beide Linke) wollen prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, den innerstädtischen Rheinsberger Radweg an jenen in Richtung Zechlinerhütte anzubinden.
Das ist das Ergebnis eines Vor-Ort-Termins in der vergangenen Woche. Anlieger Jörg Müller hat es mehrfach erlebt. "Radfahrer, die aus Richtung Zechlinerhütte auf der B 122 nach Rheinsberg kommen, sind außerordentlich gefährdet", berichtete der Wirt der Gaststätte "Zum Elch". Deshalb habe er 2016 eine Unterschriftensammlung initiiert, mit dem Ziel, dass eine sichere Anbindung des Radweges gebaut wird.


"Fast 3000 Leute haben unterschrieben", so Müller. Sein Anliegen war damals, dass mit dem Bau des innerstädtischen Teils der Bundesstraße auch der aus Zechlinerhütte kommende Radweg weiter in die Stadt hinein geführt wird. Dazu kam es nicht.
Die Gefahr für die Pedaleure und Rollstuhlfahrer an der nördlichen Einmündung zur Stadt ist nach wie vor besonders groß.
Um zu beraten, wie die Situation verbessert werden kann, trafen sich am Donnerstagmittag Tackmann und Mächtig sowie Rheinsbergs Stadtverordnetenvorsteher Heinz Karwath (Linke) in Müllers Gaststätte. Sie waren aber nicht die einzigen, die eingeladen waren.
Neben dem Stadtverordneten Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler), der sich bisher ebenfalls für einen sicheren Radweg engagierte, hatte man auch auf die Teilnahme von Vertretern der Stadt, des Kreises und des Landesstraßenbauamtes gehofft. Doch sie fehlten, worüber sich besonders Touristiker Joachim Glaser empörte.
Müller schilderte den Politikern, dass beim Bau der B 122 keiner ein Ohr für die Sorgen der Radfahrer gehabt hätte.
Höchst selten habe sich ein Vertreter der Stadt sehen lassen. Heinz Karwath berichtete, dass die Stadtverordneten schon 2013 bezüglich der Radweganbindung ein Schreiben an den damaligen Bundesverkehrsminister Ramsauer geschickt hätten, das jedoch abschlägig beschieden wurde.
Das ist natürlich Schnee von gestern, meinten die Anwesenden. Allerdings wollen Kirsten Tackmann und Margitta Mächtig, die für das Problem Verständnis signalisierten und Hilfe versprachen, nun erst einmal wissen, wie die Stadt Rheinsberg und der Kreis zu dem Anliegen heute stehen. Gibt es darüber einen Beschluss der Stadtverordneten? Was besagt das Radwegekonzept des Kreises?
Gibt es eine Prioritätenliste? Die Politiker der Linkspartei hatten eine Fülle von Fragen.
Doch dazu konnte allerdings keiner der Anwesenden etwas Genaues sagen. So gab es im Ergebnis der Beratung lediglich das Versprechen, dass erst einmal die Hausaufgaben erledigt werden müssen.
Man will bei der Stadt, dem Landkreis und dem Landesstraßenbauamt nachfragen, wie der Stand der Dinge ist, und sich dann erneut treffen, um das weitere Vorgehen zu beraten.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. Januar 2017 um 10:07 Uhr