Startseite Aus dem Bundestag Umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte und e-Zigaretten notwendig
17 | 12 | 2018
Umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte und e-Zigaretten notwendig PDF Druckbutton anzeigen?
„Es ist kein Wunder, dass der Kontakt mit Werbung für Zigaretten, Tabakerhitzer und e-Zigaretten Kinder und Jugendliche zum Rauchen verführt, denn die Tabakindustrie inszeniert ihre Produkte gezielt als Lifestyle-Produkte und verharmlost das Rauchen", sagt Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Veröffentlichung der neuen DAK-Studie zur e-Zigarette. Movassat weiter: „Der sinkenden Anzahl der Raucherinnen und Raucher in Deutschland versucht die Tabakindustrie entgegenzuwirken, indem sie gezielt auf vermeintlich gesündere Produkte wie Tabakerhitzer setzt. Tabakerhitzer und e-Zigaretten sind sicherlich für Raucher eine schadensmindernde Alternative, aber immer noch gesundheitsschädlich. Die Tabaklobby möchte mit Werbung gezielt neue Kunden - und vor allem junge - gewinnen. Das muss die Politik strikt unterbinden. Wir brauchen dringend ein umfassendes Werbeverbot für alle Tabakprodukte und auch für e-Zigaretten.

Es ist peinlich, dass Deutschland bisher Schlusslicht in der EU bei Tabakwerbeverboten ist. Das WHO- Rahmenübereinkommen forderte schon 2004 die Eindämmung des Tabakgebrauches, hierzu soll Tabakwerbung verboten werden. Deutschland muss das endlich umsetzen. Am 10. Dezember 2018 ist im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestags eine öffentliche Anhörung zum Antrag der Fraktion DIE LINKE, der die Bundesregierung zur Umsetzung eines umfassenden Tabakwerbeverbots auffordert. Ich hoffe, das bringt uns dem Werbeverbot einen Schritt näher."