23.10.2009 Waldwelten-Denkmalpflege - Hospizpflege und ein verfehltes Thema Druckbutton anzeigen?

Der Tag begann mit einem Gespräch zur weiteren Zusammenarbeit in unserem Bürgerzentrum mit unserer neuen Bundestagsabgeordneten Sabine Stüber und Dr. Michael Luthardt, meinen Kollegen im Landtag. Ich bin froh, dass wir uns auf eine enge kollegiale Zusammenarbeit verabredeten und auch die Mitarbeiterin bereits feststeht, so dass eine enge Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen gewährleistet wird. Sabine wird ihr Hauptbüro in Prenzlau haben, was ich nach dem Verlust des Bürgermeistermandats für außerordentlich wichtig halte. Wir werden ein starkes LINKES Bürgerzentrum bleiben.


Danach ging ich zu Bürgermeister Boginski, um mit allen Beteiligten über die weitere Entwicklung des Projektes Waldwelten zu reden. Hierbei geht es um ein Projekt, in dem in Einheit von Forschungs-, Erlebnis- und Erholungswelt unter anderem untersucht werden soll, wie die heimischen Wäldern mit den Klimaveränderungen klar kommen und ob Kiefern, Buchen und Co weiterhin gedeihen oder neue Wege gefragt sind. Seit Jahren laufen die Vorbereitungen und es scheinen immer wieder Bremsen gelegt zu werden. Nun bin ich froh, dass das Gespräch zeigte, dass der notwendige Pachtvertrag mit dem Landesbetrieb Forst vorliegt und als wichtige Grundlage für die Entwicklung einer Stiftung noch in diesem Jahr unterzeichnet werden kann.

Anschließend war ich bei der Denkmal-Wiedereinweihung für Otto von Hagen am Schwappachweg in Eberswalde. Und ich gestehe, bis vor wenigen Tagen, wusste ich nicht,  wer er war. Nun bin ich klüger.
Otto von Hagen, geboren 1817 gestorben 1880 war Oberlandforstmeisters. Er war Leiter der Preußischen Staatsforstverwaltung (1863-1880) und Kurator der Forstakademie. Er gilt bis heute als Verfechter der Gemeinwohlverpflichtung des Staatswaldes.
Zur Erinnerung an diesen Tag pflanzte ich gemeinsam mit meinen drei Landtagsabgeordneten Axel Vogel (B 90/Grüne), Gregor Beyer (FDP) und Michael Luthardt (Linke) eine Eiche.

Um kurz nach 15 Uhr besuchte ich das Hospiz am Drachenkopf, welches anlässlich seines fünfjährigen Bestehens einen Tag der offenen Tür durchführte. Mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen verstehen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Hotelmitarbeiter mit besonderer sozialer Verantwortung. In den vergangenen Jahren wurden 416 Gäste in diesem Haus betreut und auf ihrem letzten Weg begleitet. Eine schwere aber tolle Arbeit.

Eingeladen waren wir auch zu einem Festvortrag anlässlich dieses fünfjährigen Bestehens und ich hoffte nun etwas über die Entwicklung des Hospizgedankens in Deutschland und in unserer Region zu erfahren.
Stattdessen hielt Herr Generalsuperintendent  i .R.  Passauer einen Vortrag über seine Gedanken und Erlebnisse zur Wende. Das hatte ich schon anlässlich des 103. Jahrestages in Lobetal hören dürfen. So tat es mir ein wenig um die Zeit leid, weil das Thema „Hospiz“ fehlte, dem sich meiner Meinung nach diese Gesellschaft stellen muss und nicht nur als kirchliche Aufgabe. Schade.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Oktober 2009 um 08:29 Uhr