SPD: Hartz IV mangelhaft umgesetzt Druckbutton anzeigen?

Die Hartz IV-Reform ist nach Ansicht der brandenburgischen SPD-Arbeitsmarktexpertin Esther Schröder in Brandenburg noch nicht erfolgreich umgesetzt. Bei den Arbeitsfördermaßnahmen habe sich seit Inkrafttreten der Reform 2005 „strukturell nicht viel bewegt“, kritisierte die Landtagsabgeordnete gestern in Potsdam. Sogenannte Ein-Euro-Jobs und außerbetriebliche Angebote wie Computer- und Bewerbungskurse würden weitgehend systemlos vergeben.

So werde Langzeitarbeitslosigkeit eher verfestigt. Im vergangenen Jahr traten in Brandenburg nach Schröders Angaben rund 33 300 Arbeitslosengeld II-Empfänger einen Ein-Euro-Job an, und rund 25 200 erhielten betriebliche sowie außerbetriebliche Förderungen. „Viele werden währenddessen nicht betreut“, sagte Schröder. Diese Angebote gehörten „auf den Prüfstand“ und sollten nur die letzte Möglichkeit sein. Schröder forderte eine Verbesserung der zielgerichteten Vermittlung. Vor allem berufliche Weiterbildungen, die langfristig wirken, kämen zu kurz. Die stärksten Defizite sieht Schröder in Brandenburg in der Betreuung der Arbeitslosen. „Wir brauchen eine echte Dienstleistungsstruktur, motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter sowie individuelle Beratung“, fügte sie hinzu. Einige Berater seien überfordert. „Noch immer gibt es Mitarbeiter, die bis zu 600 Arbeitslose betreuen.“


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. November 2009 um 19:59 Uhr