09. Oktober 2009 Erinnerung an den Krieg und Ringen um Unterstützung Druckbutton anzeigen?

Heute haben wir an den zwei noch stehenden Baracken des Außenlagers des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück eine Erinnerungstafel eingeweiht, die an die unmenschlichen Bedingungen der Zwangsarbeiterinnen in Eberswalde, die hauptsächlich in den Ardeltwerken schuften mussten, erinnern soll. Schade, dass gerade diese Tatsache verschwiegen wird,

dass es die Ardeltwerke waren, die sich dieser billigen Arbeitskräfte bedienten um ihre Rüstungsaufgaben erledigen zu können. Dass sich der neue Eigner des ehemaligen Kranbaus Eberswalde ganz bewusst in diese Tradition gestellt hat, in dem er den Namen "Kranbau Eberswalde" löschte und Ardelt wieder aufleben ließ, finde ich nur traurig.
Mit dabei waren drei überlebende polnische Frauen,  Janina Wyrzykowska, Wac?awa Ga??zowska und Marianna Bogusz. Diese drei  waren zur Zwangsarbeit nach Eberswalde verschleppt worden. Bei einem Besuch im EXIL im vergangenen Sommer hatten sie das Versprechen erhalten, dass der Ort ihres Leidens und des Leidens von vielen hundert Frauen eine öffentliche Würdigung erfahren sollte

 

 
 
Hier der Bürgermeister der Stadt Eberswalde Friedhelm Boginski mit den Gästen aus Polen.
 
Nach der Einweihung besichtigten wir die Räume und mussten feststellen, dass eine Baracke erheblich unter Wasserschäden und einem kaputten Dach leidet. Gemeinsam mit Bürgermeister Boginski und seinem Stellvertreter Landmann warb ich deshalb auf dem abendlichen Unternehmerempfang des Bürgermeisters für eine rasche Finanzierung der notwendigen Reparaturen. Ich bin gespannt, ob wir es schaffen, dies wirklich schnell hin zu bekommen. Aber ich habe Hoffnung, weil auch die Vertreter der Sparkasse Herr Keil und Riediger ihre Bereitschaft signalisierten, dieses Projekt zu unterstützen.
 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. Oktober 2009 um 08:21 Uhr